C6 meets SCHUNK / AMB 2016 –Internationale Ausstellung für Metallbearbeitung

Mit über 90.000 Fachbesuchern war die diesjährige AMB, mitten in Europas führender Hightech-Region Stuttgart, wieder absoluter Publikumsmagnet! Besondere Aufmerksamkeit der Fachleute galt den ausgestellten C6-Komplettlösungen auf dem Messestand der SCHUNK GmbH & Co. KG.

Neben vielen Neuheiten aus der Spanntechnik  zeigte SCHUNK in diesem Jahr erstmals ausgewählte Sonderapplikationen für die Luft-und Raumfahrt. Hier erweckten besonders unsere ausgestellten C6 – Tastsenkaggregate (TSA)  großes Interesse bei den internationalen Standbesuchern.

Unsere C6 – Komplettlösung bestehend aus Tastaggregat und Bohrwerkzeug, ausgerüstet mit einem TRIBOS Polygonspannfutter von SCHUNK,  sind prädestiniert zum prozesssicheren Bohrsenkungen in Bauteile mit materialbedingten Dickenschwankungen.

Hauptanwendung der ausgestellten C6 – TSA: Senken von Bauteilen der Luft- u. Raumfahrt aus Faserverbundwerkstoffen, Aluminium oder hybriden Werkstoffverbunden

Hauptanwendung der ausgestellten C6 – TSA:
Senken von Bauteilen der Luft- u. Raumfahrt aus Faserverbundwerkstoffen, Aluminium oder hybriden Werkstoffverbunden

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Ritterschlag für die C6 Composite Tooling GmbH

Die C6 Composite Tooling GmbH wurde mit dem Lieferantenpreis der österreichischen Flugzeugkomponentenhersteller FACC ausgezeichnet

c6_lieferantenpreis

Große Ehre für das Unternehmen C6 Composite Tooling GmbH: Der große österreichische Flugzeugkomponenten-hersteller FACC AG mit Sitz in Ried im Innkreis hat der Firma C6 den „Supplier Award“ in Bronze verliehen und sie damit zu einem ihrer leistungsfähigsten Lieferanten weltweit gekürt.

Die FACC AG ist eines der international führenden Unternehmen in Design, Entwicklung und Fertigung von fortschrittlichen Faserverbundkomponenten und -systemen für die Luftfahrtindustrie. Die Produktpalette reicht von Strukturbauteilen an Rumpf und Tragflächen über Triebwerkskomponenten bis hin zu kompletten Passagierkabinen für zivile Verkehrsflugzeuge, Business Jets und Hubschrauber. FACC produziert für alle großen Flugzeughersteller wie Airbus, Boeing oder Bombardier. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 3100 Mitarbeiter.

Nun hat die FACC AG ihre besten Lieferanten für deren außergewöhnlichen Einsatz und vorbildliche Leistungen mit dem „Excellent Supplier Award 2015“ in Gold, Silber und Bronze gewürdigt. „Gerade in Zeiten weltweiter Konkurrenz ist es ein entscheidender Wettbewerbsvorteil, dass sich FACC auf ihre Lieferanten in Hinblick auf Liefertreue, Qualität und nach-haltige Optimierungen verlassen kann“, erklärte Rudolf Leitner, Executive Vice President Procurement von FACC. „Die in diesem Jahr ausgezeichneten Firmen haben alle diese Herausforderung angenommen und sind somit ein positives Beispiel wettbewerbsfähiger Partnerschaft.“

Die Auszeichnung in Gold ging an BAZ Baz Airborne Components & Assemblies (Israel), Silber holte sich die Gummi-Metall-Technik GmbH (Neukirchen an der Vöckla, Österreich). Die bronzene Auszeichnung verdiente sich die C6 Composite Tooling GmbH aus Buchen. In der Laudatio heißt es dazu: „C6 versteht sich als Lösungsanbieter und nicht als reiner innovativer Werkzeuglieferant. Eine äußerst wirtschaftliche Umsetzung der Kundenanforderung steht für C6 immer im Vordergrund. Kurze Reaktionszeiten sowie hohe Flexibilität zeichnen das Unternehmen aus.“

Den Preis nahmen die Geschäftsführer Uwe Widmann und Sebastian Herkert entgegen, die sich über das Erreichte freuten und den Blick gleich nach vorne richteten: „Mit unserem stets engagierten und motiviertem Team schauen wir positiv in die Zukunft“.

Die C6 Composite Tooling GmbH wurde im März 2015 gegründet. Die C6 ist ein Tochterunternehmen der AKE Holding

(Balingen) und der FIWEC Präzisionswerkzeuge GmbH (Buchen). Der Hauptsitz liegt in Buchen und die Fertigungsniederlassungen in Rietberg und Balingen. Hier werden auf modernsten Fertigungsanlagen Werkzeugsysteme für die Luftfahrt, Schienenverkehr, Windkraft, Sportartikel, Automobilindustrie, Maschinenbau und viele weitere Anwendung im Bereich Leichtbau (Compositewerkstoffe) gefertigt.

 

„Aus der Verbindung eines seit Generationen erfolgreich geführten Herstellerbetriebes mit einem seit Jahrzehnten am Markt befindlichen Entwicklungs- und Anwendungsspezialisten für Qualitätswerkzeuge, ist die C6 Composi-te Tooling GmbH hervorgegangen. Es gehört zu unserer tiefsten Überzeugung, dass nur Qualität und Verlässlichkeit zu dauerhaf-tem Erfolg führen.“, begründen die beiden Geschäftsführer den Schritt zur Gründung des neuen Unternehmens.

Speziell im Bereich der Luftfahrtbranche sei ein weltweites Netzwerk unumgänglich. Aktuell seien C6-Niederlassungen in den USA, Indien, China und Frankreich geplant.

 

 

 

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Ist doch nur Kunststoff oder doch nicht?

Faserverbundwerkstoffe werden auf Grund ihrer positiven Materialeigenschaften seit einigen Jahren immer häufiger in verschiedensten Anwendungsbereichen eingesetzt. Aber wie steht es dabei um den Einsatz eines Verbundwerkstoffs mit Faser und Matrix aus ein und demselben Material. Was sich im ersten Moment eher sonderbar anhört, macht auf den zweiten Blick durchaus Sinn.

Ein Beispiel für einen dieser Verbundwerkstoffe ist das Material Curv der Firma Propex Global. Dort ist sowohl Faser aus auch Matrix aus Polypropylen (PP). Fasern und Matrix unterscheiden sich dabei aber in ihrem Kristallisationsgrad, also darin wie geordnet die einzelnen Molekülketten des Kunststoffs zueinander ausgerichtet sind. Durch eine gezielte Verstreckung der Fasern kommt es zu einer starken Orientierung der Molekülketten. Dies hat zur Folge, dass die Bindungskräfte zwischen den einzelnen Ketten maximiert werden und so das Fasermaterial deutliche höhere mechanische Eigenschaften gegenüber dem Ausgangswerkstoff besitzt.

Was zeichnet diese Werkstoffe nun aus und wo werden sie eingesetzt? Mit 0,94g/cm³ liegt ihre Materialdichte unter der von Wasser. Dabei sind sie extrem robust. Spezifisch ist auch die hohe Verformbarkeit, welche spezielle Anwendungsbereiche ermöglicht. So wird der Verbundwerkstoff beispielsweise für Verkleidungsteile am Automobil, im Sportartikelbereich bei Schlittschuhen oder für Reisekoffer eingesetzt.

Die spezifischen Eigenschaften stellen jedoch hohe Anforderungen an die Zerspanung.So ist die Herausforderung beim Trennen neben der extrem zähen Faser auch die geringe Schmelztemperatur des Werkstoffes. Im Gegensatz zu anderen Faserverbundwerkstoffen sind bei eigenverstärkten Kunststoffen sowohl die Matrix wie auch die Fasern nur gering thermisch belastbar.

kunststoff

Abbildung 3: Mischform zwischen Gradbildung und Ausfransung bei der Fräsbearbeitung

 

Die bei der Bearbeitung auftretenden Materialfehler sind dabei mit anderen Faserverbundwerkstoffen jedoch auch mit thermoplastischen Kunststoffen vergleichbar. Durch das erweichen von Matrix und Fasern kann jedoch nur bedingt bestimmt werden, ob es sich um eine Ausfransung, also überstehende Fasern, oder um eine Gradbildung der Matrix handelt. Eine solche Mischform ist eine Problemstellung die nur bei diesen Werkstoffsystemen auftritt. Zusätzlich kann es wie bei CFK zu Delamination kommen. Es bedarf somit spezieller Werkzeuge um diese Qualitätsfehler zu verhindern.

Dieser Herausforderung hat sich C6 Composite Tooling GmbH und das Fraunhofer IPA angekommen. Die C6 Composite Tooling GmbH bietet Schaftfräser und Bohrwerkzeuge, besonders zur Bearbeitung von GFK, CFK, Graphit, HPL und anderen faserverstärkten Kunststoffen auf CNC-Fräsmaschinen. Dabei stehen insbesondere Speziallösungen im Focus. Das Fraunhofer IPA befasst sich als angewandte Forschungseinrichtung mit der Bearbeitung von Leichtbauwerkstoffen und der Umsetzung neuer Technologien um diese wirtschaftlicher und effizienter zu gestalten. Neben der Werkzeugentwicklung stehen dabei auch die Absaugungstechnik, tribologische Schichtsysteme sowie Kühl- und Schmierstoffkonzepte im Vordergrund.

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Abbildung 1: Neue Werkzeuggeneration für die Zerspanung von eigenverstärkten Kunststoffen

 

Die im Rahmen der Zusammenarbeit entwickelten Fräswerkzeuge zur Bearbeitung von CURV erlauben eine grad- bzw. ausfransungsfreie Bearbeitung des Materials. Im Gegensatz zu anderen Faserbundwerkstoffen mit Verstärkungen aus Kohlenstoff- oder Glasfasern sind bei diesem Werkstoff die Standzeiten von Hartmetallschneidstoffe völlig ausreichend. Der geringe Werkzeugverschleiß sowie die sehr geringen Zerspankräfte ermöglichten es bei der Auslegung der Werkzeuggeometrie alle Gestaltungfreiheiten zu nutzen.

Große Zielsetzung bei der Auslegung der Werkzeuge war der Verzicht auf Kühlschmierstoffe. Neben den grundsätzlichen Nachteilen wie Verunreinigung und Kosten war vor allem der geringe Einfluss des Schmierstoffs auf die Bearbeitungsqualität entscheidet. Es stellt weniger die thermische Belastung des Material eine Problem dar, mehr ist es das oft unzureichende Trennverhalten der Werkzeugschneide.

ergebnis

Abbildung 2: Ergebnisse mit der angepassten Werkzeuge-Geometrie

 

Die neue Werkzeuggeneration ermöglicht eine hohe Schnittqualität bei völligem Verzicht auf Kühlschmierstoffe und bietet so eine auch wirtschaftliche interessante Alternative zum heute häufig eingesetzten Wasserstrahlschneiden. Im nächsten Schritt der Entwicklung gilt es die gewonnen Erfahrung auf Sandwich-Strukturen mit Decklagen aus diesen vergleichsweise neuen Werkstoffen zu übertragen um auch hier dem Kunden passenden Lösungen bieten zu können.

„Die rasante Weiterentwicklung im Bereich der Werkstoffe führt zu immer neuen Herausforderungen für die Hersteller von Zerspanungswerkzeugen. Unsere Kunden müssen wirtschaftlich produzieren, dazu benötigen Sie auch wirtschaftliche Werkzeuglösungen. Wir sehen dies als Chance uns durch angepasste Lösungen für unsere Kunden von unseren Marktbegleitern abzuheben.“

Sebastian Herkert, Geschäftsführer von C6 Composite Tooling.

 

 

 

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